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Tipps zum Gebrauchtwagenkauf
Zu folgenden Teilbereiche
können wir Ihnen wichtige Tipps geben:

Teilbereich Fahrzeugpapiere:
 | Fahrzeugdaten
im Fahrzeugbrief und -schein vergleichen. Die Daten müssen übereinstimmen. |
 | Änderungen
am Fahrzeug, z.B. Tieferlegung, Standheizung, Anhängekupplung müssen in
den Fahrzeugpapieren eingetragen werden oder Sie erhalten beim Kauf den
Nachweis über die amtliche Überprüfung der Fahrzeugänderung. |
 | Die
Vorbesitzerzahl ist aus dem Fahrzeugbrief ersichtlich. |
 | Die Fahrzeug- Identifizierungsnummer am Fahrzeug muss mit dem
Fahrzeugbrief und -schein übereinstimmen. |
 | Der
letzte Hauptuntersuchungsbericht mit der Eintragung im Fahrzeugschein und
der gültigen Plakette am hinteren Kennzeichen vergleichen. Beide müssen
das gleich Datum aufweisen. |
 | Prüfbescheinigung
für die letzte Abgasuntersuchung aushändigen lassen (ohne gültige
Bescheinigung keine Zulassung/Ummeldung) und mit dem vorderen Kennzeichen
vergleichen. |
 | Ein
kritischer Blick in das Kundendienstheft verrät Ihnen, ob Inspektionen
und Ölwechsel regelmäßig gemacht worden sind. |
 | Extrem
hohe oder extrem niedrige Kilometerlaufleistungen eines Gebrauchtwagens sollte
man sich vom Verkäufer schriftlich erläutern lassen. |
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Teilbereich Karosserie:
 | Roststellen
an der Karosserie deuten auf mangelnde Pflege hin. |
 | Besonders
rostanfällig ist der Bereich der Kotflügel, der Türunterkanten, Längsträger,
Radlaufecken sowie der Türschweller. |
 | Kraftfahrzeuge
mit geringen Kilometerlaufleistungen und einer Neulackierung können einen
Unfall hinter sich haben. Achten Sie aus diesem Grund unbedingt auf
Farbabweichungen in der Lackierung und auf Lackreste an den
Gummidichtungen. |
 | Hauben
und Türen müssen genau eingepasst sein. Vergleichen Sie hierzu die
Spaltmaße rechts und links der jeweiligen Bauteilen. Ein Schiebedach
oder Stoffverdeck beim Cabriolet muss immer richtig schließen. |
 | Finden
Sie am Fahrzeug nachgeschweißte Stellen an der Karosserie oder an
Rahmenteilen, kann dies ein Indiz für ein Unfallkraftfahrzeug sein oder
eine umfangreiche Korrosionsreparatur. |
 | Mit
einem kleinen Magneten können evtl. Spachtelausbesserungen an der
Karosserie lokalisieren. |
 | Frischer
Unterbodenschutz wird oft zum Verdecken größerer Roststellen bei älteren
Autos aufgetragen. |
 | Die
Auspuffanlage auf Korrosionserscheinungen prüfen. |
 | Mit einer Fahrt durch
die Waschstraße können Sie eventuelle Undichtigkeiten aufspüren. Nach
der Fahrt sollten Sie den Innenraum sowie den Kofferraum nach nassen
Stellen untersuchen. Hierzu müssen die Fußmatten hochgehoben werden. |
 | Nach
der Waschstraßenfahrt checken Sie die Scheinwerfer, ob die Reflektoren
nicht angelaufen sind. |
 | Türen,
Hauben auf einwandfreie Funktion der Schlösser sowie Türfangbänder überprüfen. |
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Teilbereich Innenraum
 | Alle
Schalter und Kontrolleuchten an der Armaturentafel mit den entsprechenden
Funktionen prüfen. |
 | Achten
Sie auf abgetretene Pedalgummis, einen durchgesessenen Fahrersitz und
vergleichen Sie diese Abnutzungserscheinungen mit dem KM-Stand. Die
Sicherheitsgurte sowie deren Verstellungsmöglichkeiten sind auf
einwandfreie Funktion zu prüfen. |
 | Bei
Cabriolets einen besonderen Augenmerk auf das Verdeck innen, außen sowie
auf die evtl. Plastikscheibe werfen. |
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Teilbereich Motor
 | Der
Motor sollte sauber und trocken sein. Betrachten Sie sich hierzu auch den
Motor von unten. Ist der Motor einer frischen Motorwäsche unterzogen,
fragen Sie den Verkäufer ruhig nach dem Grund für diese Tat. |
 | Der
Motor sollte sofort anspringen und die Maschine sollte im Leerlauf ruhig
laufen, ohne merkbare Drehzahlschwankungen. |
 | Bei
der Prüfung des Katalysators können Sie sich nur auf die möglichst
frische Abgasuntersuchungsplakette und -bescheinigung verlassen. Ist diese
Untersuchung länger als ein halbes Jahr her, empfiehlt sich auf jeden
Fall eine erneute Abgasuntersuchung, da der Katalysator ein sehr teures
Ersatzteil ist. |
 | Überprüfen
Sie den einwandfreien Zustand des Kühlers sowie des Kühlflüssigkeitstandes.
Die Schläuche sind einer Sichtprüfung zu unterziehen. Die Kühlflüssigkeit
darf weder rostig noch ölig sein. |
 | Die Batterie prüfen Sie auf einen
vollständigen Säurestand in allen Kammern sowie auf kleine Aufblühungen
an den Polklemmen. |
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Teilbereich Kraftübertragung
 | Bei
laufendem Motor müssen sich alle Gänge leicht ohne Geräuschentwicklung
einlegen lassen. |
 | Die
Kupplung kann man einem Selbsttest unterziehen, indem man den 2. oder 3.
Gang einlegt, dabei die Drehzahl bis etwa 3.000 U/min steigert, die
Handbremse anzieht und die Kupplung schlagartig kommen lässt. Würgen Sie
bei diesem Test den Motor nicht ab, rutscht die Kupplung durch und sie
trennt schlecht. |
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Teilbereich Bereifung
 | Der
Bereifung des Fahrzeuges ist ein besonderes Augenmerk zu schenken. Hierbei
sollte eine Rest-Profiltiefe von mindestens 4,0 mm gewährleistet sein.
Besonders zu empfehlen sind vier Reifen der gleichen Marke, Größe sowie
Bauart. Beachten Sie auch den Zustand des Reserverades. |
 | Ist
ein Reifen einseitig abgefahren, lässt dieses auf eine fehlerhafte
Achsgeometrie schließen. |
 | Das
Lenkspiel eines Fahrzeuges ist zu prüfen, indem ein Fuß an das Vorderrad
gestellt wird und mit der Hand bei offenem Fenster am Lenkrad gewackelt
wird. Das Rad sollte sich nach etwa zwei Finger breiter Bewegung des
Lenkrades bewegen. |
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Teilbereich Probefahrt
 | Bei
der Probefahrt versuchen Sie eine Ihnen bekannte Strecke zu wählen, bei
der Sie die Höchstgeschwindigkeit, den Antritt des Fahrzeuges am Berg
sowie die Kurvenlage beurteilen können. |
 | Stellen
Sie während der Probefahrt das Gebläse sowie das Radio ab, damit Sie
Klappergeräusche und Rattern bemerken können. |
 | Der
Motor muss am Gas hängen und nicht in einer Rot-Ampel-Phase ausgehen. |
 | Bei
einer Bremsung aus Tempo 40 km/h sollten Sie das Lenkrad loslassen (natürlich
nur ohne Verkehrsgefährdung). Hierbei muss das Auto deutlich in der Spur
bleiben. Voraussetzung ist eine ebene Fahrbahn. Nach mehreren Bremsvorgängen
sollte sich das Bremspedal immer noch mit Widerstand durchdrücken lassen.
Das Bremspedal darf sich nicht bis zum Bodenblech durchtreten lassen. |
 | Bei
Fahrzeugen mit ABS empfiehlt es sich, auf feuchtem oder schlechtem
Fahrbahnzustand eine Bremsung aus 30 bis 40 km/h zu machen. Dabei merken
Sie durch Pulsieren des Bremspedales, dass Ihr ABS im Eingriff ist. |
 | Die
Wirkung der Handbremse lässt sich prüfen, indem bei
Schrittgeschwindigkeit und Hochziehen der Handbremse das Fahrzeug sich spürbar
abbremsen lässt. Verspüren Sie während der Probefahrt ein leichtes
Vibrieren im Lenkrad, kann das auf eine Unwucht der Räder zurückzuführen
sein oder auf einen undichten Lenkungsdämpfer. |
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